In der Aare im oberen Kantonsteil findet seit 2011 kein Besatz mit Salmoniden (Forellen und Äschen) mehr statt. Nach Einteilung in Fischregionen liegt die Aare in der Brachsmenregion (Metapotamal) und ist daher für Salmoniden weitgehend ungeeignet, ein Besatz ist ökologisch nicht sinnvoll. Regelmässig ausgesetzt werden hier nur noch Hechte, eine Fischart, der dieser Lebensraum behagt. In unserem Abschnitt setzen wir jährlich 3'000 Hecht-Vorsömmerlinge aus.
Die Emme dagegen ist ein ausgesprochenes Fliessgewässer, welches im Unterlauf der Äschenregion (Hyporhithral) angehört. Salmoniden sind typische Bewohner dieser Gewässer. Deshalb werden auch in Zukunft jährlich ca. 1'000 Sömmerlinge der Bachforelle ausgesetzt. Herangezogen werden diese im vereinseigenen Aufzuchtbach, dem Dürrbach. Die Brut stammt von den Fischereivereinen Olten oder Schönenwerd, die ihre Muttertiere aus lokalen Gewässern beziehen. Damit ist gewährleistet, dass nur lokale Formen besetzt werden. Seit dem Jahr 2011 werden die besetzten Fische in der Emme zudem markiert, damit der Erfolg des Besatzes überprüft werden kann.
Ein Besatz mit Äschen in der Emme fand in der Vergangenheit nicht statt. Gemäss Besatzplan ist ein solcher aber möglich. Deshalb werden seit 2011 auch Äschen in der Emme ausgesetz. Dies zur Stützung der schon heute stattfindenden Naturverlaichung der Äsche in der Emme, die jedoch aufgrund der katastrophalen Restwassersituation und der Verbauung nur sehr eingeschränkt funktioniert. Dieser Besatz erfolgt in der Hoffnung, dass sich ein gesunder, selbstständiger Bestand etablieren kann, sobald die Renaturierungsarbeiten an der Emme abgeschlossen und die Restwasserproblematik gelöst sind.