Fischer schaffen lebensraum

Der Fischereiverein Solothurn und Umgebung setzt sich dafür ein, dass die Gewässer in der Region naturnah und fischfreundlich sind. Insbesondere werden in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Fischereiverband verschiedene Wasserbauverfahren eng fachlich begleitet. Mit verschiedenen Massnahmen werden aber auch Gewässer für Fische aufgewertet. 

Aufwertung von Bächen für Fische

Kleine Bäche werden mittels Faschinen (Astbündel) strukturiert, ohne dass das Profil des Gewässers damit verändert wird. Damit entstehen neue Verstecke für Fische, zudem entstehen abwechslungsreiche Strömungsverhältnisse, die verschiedenen Fischarten und -altersstufen dienen. Solche Aufwertungen sind für Fische von unmittelbarem Nutzen, brauchen jedoch keine zusätzlichen Flächen und verursachen keine Gefahr im Hochwasserfall. 

 

Im Jahr 2017 hat der Fischereiverein Solothurn als Pionier unter den Vereinen im Kanton erstmals ein Gewässer versuchsweise strukturell aufgewertet, den Obach in der Stadt Solothurn. Dabei ging es neben der Schaffung von Lebensräumen auch darum, Erfahrungen zu sammeln in der Organisation und Umsetzung solcher Massnahmen. 2018 fand die Erfolgskontrolle mit erfreulichen Resultaten statt. 

Laichtannli in der Aare

Über mehrere Jahre wurden bis 2018 jeweils im Frühling in der Aare Tannli versenkt, die dem Egli und anderen Kraut- und Haftlaichern Laichplätze bieten sollten (z.B. Hecht und diverse Cypriniden). Dies geschah anfänglich im kleinen Rahmen mit wenigen Bäumchen, später im grösseren Stil mit jährlich 100 kleinen Tannen (bzw. anderen jungen Nadelbäumen wie Fichten). Die Tannli wurden unmittelbar vor der Laichzeit in der Aare versenkt, indem sie an mit Kies gefüllte Jutesäcke gebunden wurden. Sämtliche Materialen waren vollkommen biologisch abbaubar und verblieben im Fluss. Die Tannli stellten ein zusätzliches Strukturelement im Fluss dar, welches nicht nur Laichplatz hätte sein sollen, sondern auch Versteck war. 

 

Mehrmalige Erfolgskontrollen mit Tauchern und mit polizeilicher Begleitung (Tauchen ist in der Schifffahrtsroute der Aare eigentlich verboten), haben jedoch nicht nachweisen können, dass Fische die Tannli tatsächlich als Laichplätze nützen. Dies trotz verschiedenen Standorten, an denen die Tannli platziert wurden (unterschiedliche Tiefen, verschiedene Strömungsverhältnisse, etc.), und trotz verschiedenen Zeitpunkten der Erfolgskontrollen, konnten keine Laichaktivitäten festgestellt werden. Deshalb wurde das Projekt vorerst abgebrochen. Es muss in Erwägung gezogen werden, dass das Egli trotz sehr grossen Beständen nicht im Aareabschnitt des Fischereivereins ablaicht, sondern ausgedehnte Laichwanderungen unternimmt. 

Projektberichte

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Projektbericht Obach 2017
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Erfolgskontrolle Obach 2018
Obach_Erfolgskontrolle_2018.pdf
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